Begriffe in diesem Thema
17 Begriffe zu Kanal und Kosten
Die Begriffe der bezahlten und unbezahlten Reichweite. Sie haben sich in den letzten zwei Jahren am stärksten verändert und werden deshalb am häufigsten geprüft. Wer sie durcheinanderbringt, zahlt für Sichtbarkeit, die er auch ohne Budget bekommen hätte.
Apply Rate
Die Apply Rate gibt an, welcher Anteil der Personen, die eine Stellenanzeige geöffnet haben, tatsächlich eine Bewerbung abschickt. Berechnet wird sie als abgeschickte Bewerbungen geteilt durch geöffnete Anzeigen im selben Zeitraum. Sie misst die Strecke zwischen Anzeige und abgeschlossenem Bewerbungsvorgang und bestimmt damit, was eine Bewerbung kostet.
Click-through-Rate
Die Click-through-Rate, kurz CTR, gibt an, welcher Anteil der Menschen, denen eine Anzeige angezeigt wurde, sie auch geöffnet hat. Sie misst die Wirkung dessen, was vor dem Klick sichtbar ist: Titel, Standort und Anzeigenvorschau. Ein niedriger Wert liegt fast immer am Titel oder an der falschen Zielgruppe.
Conversion Rate im Recruiting
Die Conversion Rate gibt an, welcher Anteil einer Gruppe einen gewünschten Schritt vollzieht. Im Recruiting ist das meist der Anteil der Anzeigenklicks, aus denen eine abgeschickte Bewerbung wird. Ohne festgelegten Bezugspunkt ist die Zahl nicht vergleichbar. Entschieden wird sie auf der Zielseite, wo Mobiltauglichkeit und Formularlänge die wirksamsten Stellschrauben sind.
Cost per Application (CPA)
Cost per Application bezeichnet die Kosten je eingegangener Bewerbung: eingesetztes Mediabudget geteilt durch die Zahl der daraus entstandenen Bewerbungen. Die Kennzahl misst den Einkauf von Reichweite, nicht das Ergebnis einer Besetzung. Vergleichbar ist sie nur innerhalb derselben Berufsgruppe und desselben Zeitraums. Für die Entscheidung, ob ein Auftrag Budget bekommt, reicht sie nicht aus.
Cost per Click
Cost per Click, kurz CPC, bezeichnet den Preis für einen Klick auf eine Anzeige. Bezahlt wird nicht für Sichtbarkeit, sondern erst, wenn jemand die Anzeige öffnet. Der Preis entsteht meist über ein Auktionsverfahren und schwankt daher mit dem Wettbewerb. Ein Klick ist keine Bewerbung: Brauchbar wird die Zahl erst zusammen mit der Bewerbungsquote.
Google for Jobs
Google for Jobs bezeichnet die Jobsuche innerhalb der Google-Suche. Sie kann passende Stellenangebote von Arbeitgeberseiten und Jobportalen anzeigen. Dafür müssen die Seiten und ihre JobPosting-Daten die technischen und inhaltlichen Anforderungen von Google erfüllen. Korrekte Daten ermöglichen die Teilnahme, garantieren aber weder eine Aufnahme noch eine bestimmte Platzierung.
Job-ID
Eine Job-ID ist die Kennung einer Stelle innerhalb eines bestimmten Systems oder Kanals. Eine interne Stellen-ID, eine übermittelte Referenz und eine vom Kanal vergebene Kennung müssen nicht identisch sein. Die Kennung dient der Zuordnung von Stellen, Übertragungen und Ergebnissen; aus ihr allein ergibt sich kein allgemeines Preismodell.
Jobfeed
Ein Jobfeed ist eine maschinenlesbare Datei, meist im XML-Format, die alle offenen Stellen eines Unternehmens enthält. Portale lesen sie regelmäßig aus und übernehmen die Anzeigen automatisch, statt dass jemand sie einzeln einstellt. Enthalten sind mindestens Titel, Beschreibung, Einsatzort, Unternehmen, Datum und eine eindeutige Kennung. Fehlt ein Pflichtfeld, verwerfen Portale den Eintrag oft ohne Rückmeldung.
Mediabudget im Recruiting
Das Mediabudget im Recruiting ist der Geldbetrag, der für bezahlte Sichtbarkeit von Stellenanzeigen eingesetzt wird. Es wird auf Kanäle, Berufsgruppen und Standorte verteilt und ist von Personalaufwand, Software- und Agenturkosten zu trennen. Verteilt wird nach dem tatsächlichen Ergebnis je Berufsgruppe und Standort, nicht gleichmäßig. Ohne Zielgröße je Einstellung ist es nicht zu beurteilen.
Multiposting
Multiposting bezeichnet die Veröffentlichung eines Auftrags auf mehreren Kanälen aus einem System heraus. Der Auftrag wird einmal erfasst und über eine Schnittstelle oder einen Feed an Jobbörsen, die eigene Karriereseite und weitere Kanäle übergeben, samt Aktualisierung und Beendigung. Jeder Kanal hat eigene Pflichtfelder; werden sie nicht bedient, wird der Auftrag abgelehnt.
Organische Reichweite im Recruiting
Organische Reichweite bezeichnet Sichtbarkeit ohne Mediabudget. Im Recruiting entsteht sie über die eigene Karriereseite, Suchmaschinentreffer, kostenlose Einträge in Portalen und Empfehlungen von Mitarbeitenden. Sie kostet Arbeit statt Geld und wirkt langsamer als bezahlte Schaltung, bei Suchmaschinen üblicherweise erst nach Wochen bis Monaten. Dafür hört sie nicht auf, wenn das Budget endet.
Paid Recruiting
Paid Recruiting bezeichnet die bezahlte Ausspielung von Stellenanzeigen über Portale, Suchmaschinen oder soziale Netzwerke. Bezahlt wird je nach Modell für Sichtbarkeit, Klicks oder eingegangene Bewerbungen. Die Wirkung setzt sofort ein und endet ebenso sofort, wenn das Budget ausläuft. Ohne Zielgröße je Einstellung lässt sich hinterher nicht beurteilen, ob sich die Ausgabe gelohnt hat.
Performance Recruiting
Performance Recruiting bezeichnet die Ausspielung von Stellenanzeigen mit laufender Steuerung nach messbaren Ergebnissen. Budget wird während der Laufzeit dorthin verschoben, wo Bewerbungen entstehen, statt gleichmäßig über alle Kanäle verteilt zu werden. Voraussetzung ist, dass Bewerbungen eindeutig einer Anzeige zuzuordnen sind und genug Volumen vorliegt. Kandidaten erzeugen kann die Methode nicht.
Programmatic Job Advertising
Programmatic Job Advertising bezeichnet die regelbasierte, automatisierte Aussteuerung von Stellenanzeigen über bezahlte Kanäle. Statt jede Anzeige einzeln zu buchen, legt der Werbetreibende Regeln fest: welche Aufträge Budget bekommen, in welcher Priorität und unter welchen Bedingungen sie pausiert oder aktiviert werden.
Recruiting-Kampagne
Eine Recruiting-Kampagne ist eine zeitlich begrenzte, gebündelte Werbemaßnahme zur Gewinnung von Kandidaten für eine oder mehrere Positionen. Sie umfasst Zielgruppe, Kanäle, Budget, Laufzeit, Anzeigenmotive und die Zielseite sowie ein Ziel in Zahlen, ohne das sie nicht auswertbar ist. Die Laufzeit muss lang genug sein, um belastbare Zahlen zu liefern.
Social Recruiting
Social Recruiting bezeichnet die Gewinnung von Kandidaten über soziale Netzwerke, mit bezahlten Anzeigen ebenso wie mit unbezahlten Beiträgen. Angesprochen werden auch Menschen, die nicht aktiv suchen und deshalb auf Portalen nicht auftauchen. Welches Netzwerk trägt, hängt von der Berufsgruppe ab. Entscheidend ist zudem, worauf der Klick führt.
Stellenbörse
Eine Stellenbörse ist eine Plattform, auf der Unternehmen offene Stellen veröffentlichen und Suchende sie finden. Sie unterscheidet sich von einer Suchmaschine für Stellen dadurch, dass Anzeigen dort direkt eingestellt und verwaltet werden. Abgerechnet wird je nach Modell über Laufzeit, Klick oder eingegangene Bewerbung. Welche Börse passt, hängt von Beruf und Region ab.
