Dein Begriffskompass
Was bedeutet Urlaubsanspruch in der Zeitarbeit?
Der Urlaubsanspruch eines Zeitarbeitnehmers richtet sich nach dem Arbeitsverhältnis mit dem Personaldienstleister und nicht nach dem einzelnen Einsatz. Er entsteht mit dem Arbeitsverhältnis, wächst mit dessen Dauer und wird vom Personaldienstleister gewährt. Das Bundesurlaubsgesetz setzt den Mindestanspruch, Tarifverträge können darüber hinausgehen.
Kurz gesagt
- Urlaub gewährt der Personaldienstleister als Arbeitgeber, nicht der Einsatzbetrieb.
- Ein Wechsel des Einsatzes unterbricht den Anspruch nicht. Er hängt am Arbeitsverhältnis.
- Die Abstimmung mit dem Einsatzbetrieb ist eine Frage der Planung, keine Frage des Anspruchs.
Rechtsstand: 30.08.2026 · Quelle: Bundesurlaubsgesetz in Verbindung mit dem Tarifwerk der Zeitarbeit. Dieser Eintrag wird jährlich geprüft.
Warum das für dich zählt
Der Urlaub ist im Alltag ein Dispositionsthema und wird als Rechtsthema behandelt. Der Anspruch ist klar. Schwierig ist, dass die Abwesenheit im Einsatz beim Kunden auffällt und dort ersetzt werden muss. Wer Urlaube früh sieht, plant den Ersatz. Wer sie in der Woche davor erfährt, sucht kurzfristig.
Häufig verwechselt mit
- Betriebsurlaub des Kunden — schließt den Betrieb, in dem gearbeitet wird. Ob daraus Urlaub oder eine einsatzfreie Zeit wird, ist eine eigene Frage.
- Urlaubsgeld — eine Zahlung, die aus Tarifwerk oder Vertrag folgt. Der Urlaubsanspruch ist die Freistellung selbst.
- Freizeitausgleich aus dem Arbeitszeitkonto — dort wird ein Zeitsaldo abgebaut. Das ist kein Urlaub.
Verwandte Begriffe
Arbeitsvertrag in der Zeitarbeit · Entgeltfortzahlung im Einsatz · Einsatzplanung · Arbeitszeitkonto · Tarifvertrag Zeitarbeit
Wer Abwesenheiten und laufende Einsätze zusammen sieht, plant den Ersatz vor der Lücke: Die Plattform für Zeitarbeit und Personalvermittlung.
Im passenden Ablauf
Wie sich der Begriff im Arbeitsalltag einordnet, zeigt Software für Zeitarbeit. Dort stehen Ablauf, zugehörige Funktionen und Grenzen im Zusammenhang.
