Dein Begriffskompass
Was bedeutet Stundenverrechnungssatz?
Der Stundenverrechnungssatz ist der Betrag, den ein Personaldienstleister seinem Kunden je geleisteter Arbeitsstunde berechnet. Er ist eine Vollkostenrechnung: Entgelt des Mitarbeitenden, Lohnnebenkosten, nicht produktive Zeiten wie Urlaub, Krankheit und einsatzfreie Zeiten, anteilige Verwaltungskosten und Marge. Deshalb liegt er deutlich über dem Stundenlohn. Häufig wird er als Faktor auf den Stundenlohn dargestellt.
Kurz gesagt
- Der Satz wird meist als Faktor auf den Stundenlohn ausgedrückt, ist aber eine Vollkostenrechnung.
- Nicht produktive Zeiten sind der Posten, der am häufigsten zu niedrig angesetzt wird.
- Bei langen Einsätzen steigt die Kostenseite durch Zuschlagsstufen — der Satz muss das abbilden.
Warum das für dich zählt
Der Verrechnungssatz ist die einzige Stellschraube, die im Verkaufsgespräch direkt verhandelt wird. Sie ist zugleich die einzige, die rückwirkend nicht mehr korrigierbar ist. Wer ihn für einen langen Einsatz einmalig kalkuliert, verdient am Anfang und legt am Ende drauf, sobald Zuschlagsstufen greifen.
Häufig verwechselt mit
- Stundenlohn — was der Mitarbeitende erhält. Der Verrechnungssatz liegt deutlich darüber, weil er Nebenkosten und nicht produktive Zeiten mitträgt.
- Deckungsbeitrag — was nach den direkten Kosten übrig bleibt. Der Verrechnungssatz ist der Preis, der Deckungsbeitrag das Ergebnis.
- Vermittlungshonorar — bei Personalvermittlung eine einmalige Zahlung statt eines Stundensatzes.
Verwandte Begriffe
Deckungsbeitrag in der Zeitarbeit · Equal Pay · Tarifvertrag Zeitarbeit · Kundenanfrage
Wer Konditionen je Kunde und Einsatz an einer Stelle führt, hat sie im Angebot und in der Nachverhandlung parat: Vertrieb in talent.Flow.
Im passenden Ablauf
Wie sich der Begriff im Arbeitsalltag einordnet, zeigt Profile aktiv beim Kunden platzieren. Dort stehen Ablauf, zugehörige Funktionen und Grenzen im Zusammenhang.
