Dein Begriffskompass
Was bedeutet Entgeltabrechnung in der Zeitarbeit?
Die Entgeltabrechnung in der Zeitarbeit ermittelt für jeden Monat das Entgelt eines überlassenen Mitarbeitenden. Sie stützt sich auf die geleisteten Stunden aus dem Einsatz, die tarifliche Entgeltgruppe, Zuschläge für Schicht und Mehrarbeit sowie auf einsatzbezogene Bestandteile wie Branchenzuschläge. Anders als bei einem Betrieb mit festem Stammpersonal ändert sich die Grundlage mit jedem Einsatz.
Kurz gesagt
- Die Abrechnung hängt am Einsatz, nicht nur am Arbeitsvertrag. Wechselt der Kunde, wechseln Zuschläge und Zulagen.
- Grundlage sind bestätigte Stunden. Ein fehlender Stundennachweis hält die Abrechnung eines ganzen Mitarbeitenden auf.
- Die Abrechnung läuft parallel zur Rechnung an den Kunden. Beide greifen auf dieselben Stunden zu.
Warum das für dich zählt
Die Entgeltabrechnung ist in der Zeitarbeit der Punkt, an dem sich Fehler aus dem Auftrag zeigen. Eine falsche Entgeltgruppe, ein fehlender Zuschlag oder ein nicht bestätigter Stundennachweis fällt hier auf und nicht vorher. Wer die Angaben im Auftrag sauber führt, verkürzt die Abrechnung. Wer sie sammelt, verlängert sie jeden Monat.
Häufig verwechselt mit
- Lohnbuchhaltung — das ist die Verarbeitung im Abrechnungssystem. Die Entgeltabrechnung beginnt früher, nämlich bei den Daten aus Auftrag und Einsatz.
- Stundenverrechnungssatz — das ist der Preis an den Kunden. Das Entgelt ist die Zahlung an den Mitarbeitenden. Zwischen beiden liegt der Deckungsbeitrag.
- Equal Pay — eine Regel darüber, wie hoch das Entgelt sein muss. Die Abrechnung setzt sie um und bestimmt sie nicht.
Verwandte Begriffe
Stundennachweis · Arbeitszeitkonto · Branchenzuschläge · Stundenverrechnungssatz · Equal Pay
Die Abrechnung selbst läuft im Abrechnungssystem des Betriebs. Sauber wird sie durch die Daten davor: Auftrag, Einsatzort und Konditionen an einer Stelle. Mehr dazu auf Die Plattform für Zeitarbeit und Personalvermittlung.
