Dein Begriffskompass
Was bedeutet Branchenzuschläge?
Branchenzuschläge sind tarifliche Aufschläge auf das Entgelt eines überlassenen Mitarbeitenden. Sie gelten für Einsätze in bestimmten Wirtschaftszweigen und steigen mit der Dauer des Einsatzes beim selben Kunden stufenweise an. Sie führen das Entgelt schrittweise an das Niveau vergleichbarer Stammbeschäftigter heran.
Kurz gesagt
- Sie hängen am Einsatz, nicht am Mitarbeitenden. Ein Wechsel des Kunden setzt die Stufen neu an.
- Sie steigen mit der Einsatzdauer. Ein langer Einsatz wird im Zeitverlauf teurer.
- Wer den Verrechnungssatz einmalig kalkuliert, verliert bei langen Einsätzen Marge.
Rechtsstand: 30.08.2026 · Quelle: Tarifwerk der Zeitarbeit, Branchenzuschlagstarifverträge. Dieser Eintrag wird jährlich geprüft.
Warum das für dich zählt
Branchenzuschläge sind der Grund, warum ein Einsatz im achten Monat weniger einbringt als im ersten. Das ist kein Fehler, sondern der eingebaute Verlauf. Wer die Stufen kennt und im ersten Angebot benennt, führt das Gespräch mit dem Kunden am Anfang. Wer sie übersieht, führt es unter Druck und verliert.
Häufig verwechselt mit
- Equal Pay — die gesetzliche Regel des gleichen Entgelts. Branchenzuschläge sind der tarifliche Weg, stufenweise dorthin zu führen.
- Schichtzuschläge — die hängen an der Lage der Arbeitszeit und nicht an der Einsatzdauer. Beide können nebeneinander anfallen.
- Übertarifliche Zulage — eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers. Branchenzuschläge folgen aus dem Tarifwerk.
Verwandte Begriffe
Equal Pay · Tarifvertrag Zeitarbeit · Stundenverrechnungssatz · Entgeltabrechnung in der Zeitarbeit · Deckungsbeitrag in der Zeitarbeit
Wer Einsatzbeginn und Konditionen je Auftrag an einer Stelle führt, sieht die nächste Stufe, bevor sie in der Abrechnung auftaucht: Die Plattform für Zeitarbeit und Personalvermittlung.
Im passenden Ablauf
Wie sich der Begriff im Arbeitsalltag einordnet, zeigt Software für Zeitarbeit. Dort stehen Ablauf, zugehörige Funktionen und Grenzen im Zusammenhang.
