Dein Begriffskompass
Was bedeutet Leiharbeitnehmer?
Ein Leiharbeitnehmer ist eine Person, die bei einem Personaldienstleister angestellt ist und in wechselnden Kundenbetrieben eingesetzt wird. Der Arbeitsvertrag besteht mit dem Verleiher, die tägliche Arbeit findet beim Entleiher statt.
Kurz gesagt
- Ansprüche auf Entgelt, Urlaub und Entgeltfortzahlung richten sich gegen den Verleiher.
- Im Einsatzbetrieb gelten dessen Regeln zu Arbeitszeit, Sicherheit und Zugang.
- Beim Grundsatz gleicher Bezahlung greifen tarifliche Abweichungsmöglichkeiten.
Rechtsstand: 05.09.2026 · Quelle: Arbeitnehmerüberlassungsgesetz. Dieser Eintrag wird jährlich geprüft.
Warum das für dich zählt
Für Bewerbende ist der Status die zentrale Frage: Wer zahlt, wer kündigt, was passiert zwischen zwei Einsätzen. Wer diese drei Fragen auf der Karriereseite nicht beantwortet, verliert Bewerbungen an Betriebe, die es tun.
Häufig verwechselt mit
- Freelancer — selbstständig, kein Arbeitsverhältnis.
- Werkvertragskraft — arbeitet weisungsfrei an einem Ergebnis.
- Stammmitarbeiter des Kunden — direkt beim Einsatzbetrieb angestellt.
Verwandte Begriffe
Equal Pay · Verleiher · Entleiher · Tarifvertrag Zeitarbeit · Arbeitsvertrag Zeitarbeit
Wenn Einsätze, Verfügbarkeiten und Qualifikationen zusammenliegen, entstehen weniger einsatzfreie Tage. Mehr dazu auf Zeitarbeit.
Im passenden Ablauf
Wie sich der Begriff im Arbeitsalltag einordnet, zeigt Software für Zeitarbeit. Dort stehen Ablauf, zugehörige Funktionen und Grenzen im Zusammenhang.
Quellen
| Quelle | Wofür | Status |
|---|---|---|
| Gesetze im Internet — Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) | Regelungsinhalt und aktuelle Fassung | URL und Fassung geprüft am 05.09.2026 |
| Gesamtverband der Personaldienstleister (GVP) — Tarifwerk | branchenbezogene Regelungen und Entgelttabellen | URL geprüft am 05.09.2026 |
