Lexikon · Vertrag und Recht

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Höchstüberlassungsdauer

Was der Begriff bedeutet, wie er sich abgrenzt und worauf du als Personaldienstleister achten solltest.

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Höchstüberlassungsdauer

Was der Begriff bedeutet, wie er sich abgrenzt und worauf du als Personaldienstleister achten solltest.

Was bedeutet Höchstüberlassungsdauer?

Die Höchstüberlassungsdauer begrenzt, wie lange ein Personaldienstleister denselben Zeitarbeitnehmer an denselben Entleiher überlassen darf. Nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz beträgt sie grundsätzlich 18 Monate. Abweichende Dauern sind möglich, wenn ein Tarifvertrag der Einsatzbranche oder eine darauf gestützte Betriebsvereinbarung dies vorsieht. Unterbrechungen von mehr als drei Monaten setzen die Zählung zurück.

Kurz gesagt

  • Die Grenze gilt pro Zeitarbeitnehmer und pro Entleiher, nicht pro Auftrag oder Einsatzort.
  • Unterbrechungen von mehr als drei Monaten setzen die Zählung zurück.
  • Abweichungen sind nur über einen Tarifvertrag der Einsatzbranche möglich, nicht über eine Vereinbarung zwischen Verleiher und Entleiher.

Rechtsstand: 30.08.2026 · Quelle: Arbeitnehmerüberlassungsgesetz. Dieser Eintrag wird jährlich geprüft.

Warum das für dich zählt

Die Höchstüberlassungsdauer ist keine Verwaltungsfrage, sondern eine Planungsgröße im Vertrieb. Sie entscheidet mit darüber, wie lange ein Einsatz kalkulierbar ist. Damit auch, ob sich die Beschaffung eines Kandidaten für diesen Auftrag rechnet. Wer die Frist erst kurz vor Ablauf bemerkt, verliert entweder den Einsatz oder muss kurzfristig ersetzen.

Häufig verwechselt mit

  • Sachgrundlose Befristung — betrifft das Arbeitsverhältnis zwischen Personaldienstleister und Mitarbeitendem, nicht die Dauer der Überlassung an einen Kunden.
  • Equal Pay — knüpft ebenfalls an Einsatzdauern an, verfolgt aber ein anderes Ziel und hat eigene Fristen.
  • Werkvertrag — unterliegt der Höchstüberlassungsdauer nicht, weil er keine Arbeitnehmerüberlassung ist. Genau deshalb wird die Abgrenzung geprüft.

Verwandte Begriffe

Arbeitnehmerüberlassung · AÜG · Equal Pay · Tarifvertrag Zeitarbeit · Werkvertrag oder Arbeitnehmerüberlassung


Wer Einsatzbeginn und Frist je Mitarbeitendem und Kunde an einer Stelle führt, sieht ablaufende Überlassungen rechtzeitig statt rückwirkend: Die Plattform für Zeitarbeit und Personalvermittlung.

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Wie sich der Begriff im Arbeitsalltag einordnet, zeigt Software für Zeitarbeit. Dort stehen Ablauf, zugehörige Funktionen und Grenzen im Zusammenhang.

Fragen vor der Entscheidung

Häufige Fragen zum Begriff

Wie lange darf ein Zeitarbeitnehmer beim selben Kunden eingesetzt werden?
Grundsätzlich 18 Monate. Ein Tarifvertrag der Einsatzbranche oder eine darauf gestützte Betriebsvereinbarung kann eine abweichende Dauer vorsehen. Maßgeblich ist die Branche des Entleihers, nicht die des Personaldienstleisters.

Zählt die Frist pro Auftrag oder pro Person?
Pro Zeitarbeitnehmer und pro Entleiher. Ein Wechsel des Auftrags, der Abteilung oder des Einsatzortes beim selben Entleiher setzt die Zählung nicht zurück.

Was passiert bei einer Unterbrechung?
Liegt zwischen zwei Einsätzen beim selben Entleiher eine Unterbrechung von mehr als drei Monaten, beginnt die Zählung neu. Kürzere Unterbrechungen werden übersprungen, die vorherige Einsatzzeit zählt weiter.

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