Lexikon · Vertrag und Recht

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AÜG: Gesetz zur Arbeitnehmerüberlassung

Was der Begriff bedeutet, wie er sich abgrenzt und worauf du als Personaldienstleister achten solltest.

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AÜG: Gesetz zur Arbeitnehmerüberlassung

Was der Begriff bedeutet, wie er sich abgrenzt und worauf du als Personaldienstleister achten solltest.

Was bedeutet AÜG: Gesetz zur Arbeitnehmerüberlassung?

Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz regelt die Überlassung von Arbeitnehmern im Rahmen einer wirtschaftlichen Tätigkeit in Deutschland. Es enthält insbesondere Regeln zur Erlaubnispflicht, zur Überlassungshöchstdauer und zur Kennzeichnung der Überlassung. Für die Dauer der Überlassung gilt grundsätzlich Gleichstellung einschließlich des Arbeitsentgelts; tarifliche Abweichungen sind nur im gesetzlich erlaubten Rahmen möglich.

Kurz gesagt

  • Es gilt für Deutschland. Österreich und die Schweiz haben eigene Regelungen.
  • Vier Bereiche prägen den Alltag: Erlaubnis, Überlassungsdauer, gleiche Bezahlung, Kennzeichnungspflicht.
  • Verstöße können die Verträge unwirksam machen — mit der Folge, dass ein Arbeitsverhältnis zum Kunden entsteht.

Rechtsstand: 30.08.2026 · Quelle: Arbeitnehmerüberlassungsgesetz. Dieser Eintrag wird jährlich geprüft.

Warum das für dich zählt

Das AÜG ist kein Hintergrundwissen, sondern eine Planungsgrundlage. Es bestimmt, wie lange ein Einsatz laufen kann, ab wann sich die Kalkulation ändert und welche Angaben in jedem Überlassungsvertrag stehen müssen. Fehler daran fallen selten sofort auf und sind dann teuer.

Häufig verwechselt mit

  • Tarifvertrag Zeitarbeit — das AÜG ist Gesetz, der Tarifvertrag ist eine Vereinbarung der Tarifparteien. Der Tarifvertrag kann an einigen Stellen vom Gesetz abweichen, aber nur, wo das Gesetz es zulässt.
  • Arbeitsschutzrecht — gilt zusätzlich und unabhängig, vieles davon liegt beim Kundenunternehmen.

Verwandte Begriffe

Arbeitnehmerüberlassung · Höchstüberlassungsdauer · Equal Pay · Arbeitnehmerüberlassungserlaubnis · Tarifvertrag Zeitarbeit


Rechtliche Fristen und Pflichten müssen unabhängig vom verwendeten System geprüft werden. Wie du Kundenanforderungen und Kandidaten im operativen Ablauf zusammenführst, zeigt die Plattform für Personaldienstleister. Daraus folgt keine automatische AÜG-Prüfung.

Im passenden Ablauf

Wie sich der Begriff im Arbeitsalltag einordnet, zeigt Software für Zeitarbeit. Dort stehen Ablauf, zugehörige Funktionen und Grenzen im Zusammenhang.


Rechtsquellen zur Einordnung

Quellenabgleich der korrigierten Aussagen: 24.10.2026. § 1 AÜG · § 8 AÜG. Die Einordnung ersetzt keine rechtliche Prüfung eines konkreten Vertrags oder Einsatzes.

Fragen vor der Entscheidung

Häufige Fragen zum Begriff

Was regelt das AÜG?
Es regelt insbesondere Erlaubnispflicht, Überlassungshöchstdauer, Kennzeichnung und Konkretisierung sowie die Gleichstellung mit vergleichbaren Beschäftigten des Entleihers. Gleiche Bezahlung ist der Grundsatz für die Dauer der Überlassung, nicht erst nach einer allgemeinen Wartefrist. Gesetzlich erlaubte tarifliche Abweichungen müssen gesondert geprüft werden.

Gilt das AÜG auch in Österreich und der Schweiz?
Nein. Das AÜG ist deutsches Recht. Österreich und die Schweiz regeln Arbeitskräfteüberlassung jeweils eigenständig, mit abweichenden Fristen und Pflichten.

Was passiert bei einem Verstoß gegen das AÜG?
Je nach Verstoß drohen Bußgelder, der Verlust der Erlaubnis oder die Unwirksamkeit der Verträge. In letzterem Fall kann ein Arbeitsverhältnis zwischen dem Mitarbeitenden und dem Kundenunternehmen entstehen.

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