Dein Begriffskompass
Was bedeutet Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung?
Die Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung ist die behördliche Genehmigung, Arbeitnehmer an Kundenunternehmen zu überlassen. Grundsätzlich ist dafür eine Erlaubnis der Bundesagentur für Arbeit erforderlich. Für bestimmte gesetzlich geregelte Fälle gelten Ausnahmen oder eine Anzeigepflicht. Welche Regel auf einen Einsatz zutrifft, muss vor dessen Beginn geklärt sein.
Kurz gesagt
- Zuständig ist die Bundesagentur für Arbeit, nicht das Gewerbeamt.
- Die Erlaubnis wird zunächst befristet erteilt und muss rechtzeitig verlängert werden.
- Geprüft werden vor allem Zuverlässigkeit, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die Einhaltung arbeitsrechtlicher Pflichten.
Rechtsstand: 30.08.2026 · Quelle: Arbeitnehmerüberlassungsgesetz. Dieser Eintrag wird jährlich geprüft.
Warum das für dich zählt
Wer als Personaldienstleister Arbeitnehmer überlassen will, muss die erforderliche Erlaubnis vor dem ersten erlaubnispflichtigen Einsatz klären. Eine Gewerbeanmeldung ersetzt sie nicht. Im laufenden Betrieb müssen Zuständigkeit, Gültigkeit und eine erforderliche Verlängerung im Blick bleiben.
Häufig verwechselt mit
- Gewerbeanmeldung — die Anmeldung des Gewerbes ersetzt die Erlaubnis nicht; beides ist nötig.
- Personalvermittlung — die reine Vermittlung ohne Überlassung ist nicht erlaubnispflichtig.
Verwandte Begriffe
Arbeitnehmerüberlassung · AÜG · Personalvermittlung und Zeitarbeit · Werkvertrag oder Arbeitnehmerüberlassung
Kläre die Voraussetzungen für dein Vorhaben anhand der offiziellen Informationen der Bundesagentur für Arbeit. Die Hinweise ersetzen keine Prüfung deines Einzelfalls.
Im passenden Ablauf
Wie sich der Begriff im Arbeitsalltag einordnet, zeigt Erlaubnis und Anzeige bei der Bundesagentur für Arbeit. Dort stehen Ablauf, zugehörige Funktionen und Grenzen im Zusammenhang.
