Dein Begriffskompass
Was bedeutet Arbeitszeiterfassung?
Arbeitszeiterfassung bedeutet, Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit festzuhalten. In der Zeitarbeit fällt sie an zwei Stellen an. Beim Kunden, in dessen Betrieb gearbeitet wird. Und beim Personaldienstleister, der Arbeitgeber ist. Beide Seiten brauchen dieselben Zahlen, erfassen sie aber oft in getrennten Systemen.
Kurz gesagt
- Arbeitgeber ist der Personaldienstleister. Die Pflichten aus dem Arbeitszeitrecht treffen deshalb ihn.
- Gearbeitet wird beim Kunden. Die tatsächlichen Zeiten entstehen dort und müssen zurückfließen.
- Zwei Systeme mit zwei Zahlen für denselben Tag sind der häufigste Grund für Rückfragen in der Abrechnung.
Warum das für dich zählt
Die geteilte Verantwortung ist die Eigenheit dieses Themas. Der Kunde erfasst, weil dort gearbeitet wird. Verantwortlich ist der Personaldienstleister, weil er Arbeitgeber ist. Wer diese Trennung nicht organisiert, erfährt von Abweichungen erst, wenn ein Mitarbeitender die Abrechnung reklamiert.
Häufig verwechselt mit
- Stundennachweis — ein Abrechnungsbeleg für einen Zeitraum. Die Erfassung läuft täglich und dient auch dem Arbeitsschutz.
- Arbeitszeitkonto — dort werden Salden geführt. Die Erfassung liefert die Bewegungen dafür.
- Zeitwirtschaft — der Sammelbegriff für die Verarbeitung im Abrechnungssystem. Die Erfassung ist ihr Anfang.
Verwandte Begriffe
Stundennachweis · Arbeitszeitkonto · Minusstunden · Schichtmodell · Einsatzplanung
Wer beim Kunden bestätigt und zu welchem Auftrag ein Einsatz gehört, steht im Auftrag. Beides an einer Stelle spart die Rückfrage: Die Plattform für Zeitarbeit und Personalvermittlung.
