Dein Begriffskompass
Was bedeutet Profilvertrieb?
Beim Profilvertrieb bietet ein Personaldienstleister einem Kunden aktiv einen verfügbaren Kandidaten an, ohne dass eine Anfrage vorliegt. Die übliche Reihenfolge dreht sich um: erst der Kandidat, dann der Auftrag. Voraussetzung ist geprüfte Verfügbarkeit, denn angeboten wird, was tatsächlich lieferbar ist. In der Branche wird das Verfahren auch Active Placement genannt.
Kurz gesagt
- Voraussetzung ist geprüfte Verfügbarkeit — ein Profil ohne aktuelle Verfügbarkeit ist ein Risiko, kein Angebot.
- Der Einstieg über einen konkreten Kandidaten verändert das Gespräch: Es geht um diese Person, nicht um Konditionen.
- Ob der Verrechnungssatz im Profil steht, ist eine bewusste Vertriebsentscheidung.
Warum das für dich zählt
Profilvertrieb verkauft, was tatsächlich lieferbar ist, statt zu versprechen, was erst gesucht werden müsste. Er wirkt vor allem dort, wo Kandidaten knapper sind als Bedarf. Er ist der einzige Erstkontakt bei Zielkunden, der dem Empfänger sofort etwas gibt.
Häufig verwechselt mit
- Kaltakquise — dort wird nach Bedarf gefragt, hier wird eine konkrete Person angeboten.
- Antwort auf eine Kundenanfrage — dort besteht der Bedarf bereits, hier wird er geweckt.
- Active Sourcing — die aktive Suche nach neuen Kandidaten, also die Beschaffungsseite statt der Vertriebsseite.
Verwandte Begriffe
Kundenanfrage · Matching · Talentpool · Stundenverrechnungssatz
Ausführlich: Wie Profilvertrieb aufgesetzt wird, welche Kandidaten sich eignen und was in ein Profil gehört, steht in Profilvertrieb: Kandidaten anbieten, statt auf Anfragen zu warten.
Im passenden Ablauf
Wie sich der Begriff im Arbeitsalltag einordnet, zeigt Profile aktiv beim Kunden platzieren. Dort stehen Ablauf, zugehörige Funktionen und Grenzen im Zusammenhang.
