Dein Begriffskompass
Was bedeutet Bewerberreaktivierung?
Bewerberreaktivierung bezeichnet die erneute Ansprache von Personen, die sich früher beworben haben und damals nicht besetzt wurden. Sie setzt voraus, dass die Daten zulässig gespeichert sind und eine Rechtsgrundlage für die Ansprache besteht, üblicherweise eine dokumentierte und widerrufbare Einwilligung. Weil kein Mediabudget anfällt, ist der eigene Bestand der günstigste Kanal.
Kurz gesagt
- Der eigene Bestand ist der günstigste Kanal, weil kein Mediabudget anfällt.
- Ohne Einwilligung oder andere Rechtsgrundlage ist die Ansprache unzulässig.
- Ein Kandidat, der vor einem Jahr absagte, sagt heute vielleicht zu. Die Lage ändert sich.
Warum das für dich zählt
Für jeden Bewerber im Bestand wurde bereits einmal Geld ausgegeben. Wird er nicht wieder angesprochen, war das Geld verbraucht für ein einziges Verfahren. Die Reaktivierung ist deshalb der Kanal mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Ergebnis, wenn die Rechtsgrundlage stimmt.
Häufig verwechselt mit
- Active Sourcing — richtet sich an Personen außerhalb des eigenen Bestands.
- Bestandskundenreaktivierung — betrifft Kunden, nicht Kandidaten.
- Talentpool — der Bestand selbst, nicht die Ansprache.
Verwandte Begriffe
Talentpool · Einwilligung für den Talentpool · DSGVO bei Bewerberdaten · Bewerberkommunikation · Matching
Wer den eigenen Bestand bei jeder Anfrage zuerst durchsucht, gibt seltener neues Mediabudget aus. Mehr dazu auf Talentpool.
Im passenden Ablauf
Wie sich der Begriff im Arbeitsalltag einordnet, zeigt Besetzungen aus dem eigenen Bestand holen. Dort stehen Ablauf, zugehörige Funktionen und Grenzen im Zusammenhang.
